Cookies- Ja, Nein, Vielleicht?

Tagtäglich bekommt man auf den verschiedensten Websites den Hinweis, dass Cookies verwendet werden. Als Besucher der Seite ist man dazu angehalten, den Hinweis zu akzeptieren. Doch was genau sind denn diese Cookies nun eigentlich? Und werden diese im Jahr 2016 wirklich noch gebraucht? Welche Möglichkeiten können Seitenbetreiber hier wählen?

Cookies sind dazu da, Nutzer wiederzuerkennen und ihnen das Surfen auf einer Website zu verinfachen, etwa dadurch, dass der Nutzer seine Zugangsdaten nicht bei jedem Besuch neu eingeben muss oder erkannt wird, was der Nutzer bereits gekauft hat. In der EU ist der rechtliche Umgang mit der sogenannten „Cookie Richtlinie“ geregelt. Es ist besonders interessant, dass diese Richtlinie in Deutschland gar nicht umgesetzt wurde. Es ist eine Richtlinie der EU, kein Gesetz. Jedes EU-Land muss das Gesetz selbst umsetzen.

Gesetz in Deutschland

Was jedoch gesetzlich Bestand hat in Deutschland, ist der § 15 Abs.3 Telemediengesetz (TMG). Der besagt dass es reicht, den Nutzer zu informieren und auf ein Widerspruchsrecht hinzuweisen. Das kann aber auch in einer Datenschutzerklärung erfolgen.  Also besteht trotz der EU Richtlinie nicht die ausdrückliche Pflicht, die Nutzer über die Verwendung von Cookies einwilligen zu lassen.

Einwilligung oder Hinweis: Was ist für Webseitenbetreiber nun der sinnvollste Weg


Rechtlich auf der sicheren Seite:

Es kann auf jeden Fall nicht schaden, die Einwilligung der Nutzer einzuholen. Die Einwilligung sollte bereits beim ersten Aufruf der Seite angezeigt werden und sollte so konkret wie möglich beschreiben, um welche Daten es geht etc. Ein Klick muss für die Bestätigung ausreichen. Somit geht die Risikoquote gegen Null.

Eine Kompromiss-Lösung könnte sein, den Nutzer zwar über das Verwenden der Cookies zu informieren, jedoch ohne Einwilligung.

Die wirtschaftlichste Option würde darin bestehen (für Seitenbetreiber, die kein Google AdSense nutzen), die nächsten Monaten abzuwarten wie die EU-Richtline nun in Deutschland tatsächlich umgesetzt wird. Hier muss man darauf vertrauen, dass es hier erst einmal nicht zu rechtlichen Auseinandersetzungen kommt. Die Risikoquote steigt auf ein mittleres Niveau an.

Auf was Sie nicht verzichten sollten:

Ein entsprechender Passus zu Cookies und Hinweise für den Nutzer, wie das Setzen von Cookies verhindert werden kann, sollte in Ihrer Datenschutzerklärung in jedem Fall vorhanden sein.
Ist Google Adsense auf der Seite eingerichtet, hat Google alle AdSense-Nutzer seit September 2015 verpflichtet, den Nutzern einen Hinweis auf die Google-Cookies anzuzeigen. Dazu hat Google "Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU“ online gestellt. 

http://www.google.com/about/company/user-consent-policy.html

Google geht hier also sogar einen großen Schritt weiter, als viele EU-Datenschutzbehörden es fordern. Seitenbetreiber, die Google AdSense oder DoubleClick nutzen sollten hier also den Vorgaben von Google folgen und eine Einwilligung der Nutzer einholen.

Sie haben Fragen zur Verwendung von Cookies, dann setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung, wir helfen Ihnen gerne.

 

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