Voice First

・verfasst von Florian Werner

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Wir leben in rasanten Zeiten, der Komfort den uns unsere technischen Geräte heute schon bieten ist fantastisch und er wird jedes Jahr besser. Künstliche Intelligenzen sorgen für eine immer weitere Vereinfachung unseres Lebens und lernen anhand unserer Bedienungsmuster schon vorausschauend den nächsten Schritt anzubieten.

Die nächste schnelle Entwicklung wird in den nächsten Jahren die Sprachsuche vollziehen. Noch vor wenigen Jahren kam erst das Schlagwort “Mobile First” auf, das die herangehensweise beim Relaunch einer Website vollständig veränderte. Man ging seitdem davon aus, dass der Endkunde die Inhalte auf seinem Smartphone betrachten und konsumieren wird. “Mobile First” ist immer noch aktuell, wird aber immer mehr von “Voice First” abgelöst. Hierbei richtet man bei einem Relaunch alles auf digitale Sprachassistenten aus, die durch eine optimale Inhalt Strukturierung den Content einer Website viel besser auslesen können.

Die Schweizer machen's vor

In einer Studie der Universität Luzern und der Agentur Farner sieht man die letzten Zahlen der sogenannten VUIs also der Voice User Interfaces aus unserem direkten Nachbarland, der Schweiz. Um es abzukürzen, die Zahlen sind beeindruckend. Bereits 37% aller Schweizer nutzen bereits aktiv sprachbasierte Dienste und 15% davon tun dies sogar täglich. Interessant ist dabei auch, dass man mit einer Verdoppelung dieser Zahlen innerhalb des nächsten Jahres rechnet.

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Firmen müssen lernen zu sprechen

Bisher konzentrierte man sich bei einem Markenauftritt vor allem auf visuelle Dinge, hier gilt es in Zukunft für Marketer und Unternehmen umzudenken und Ihren Firmen eine Sprache zu geben. Einer Sprache, die auch zu Ihrer Corporate Identity passt. Voice First ist dabei eine unglaubliche Herausforderung für viele Firmen, gleichzeitig aber eine gewaltige Chance, weil man an vielen Stellen mit dem Kunden kommunizieren kann, an dem dies bisher schlicht und ergreifend nicht möglich war, weil der Kunde beschäftigt war, wie z.B. beim Kochen oder beim Autofahren.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

In vielen Situation sind Sprachdienste natürlich nicht optimal, stellen Sie sich nur mal vor Sie wollen Ihr nächstes Kleidungsstück über Alexa kaufen oder den nächsten Urlaub buchen. Das wird nicht klappen, da wir dazu das Produkt bzw. den Reiseort sehen müssen, um ein Gefühl dafür zu entwickeln. Hier ist Voice-Fist situationsabhängig nicht die optimale Lösung, zumindest noch nicht. Websites aber bereits jetzt auf Sprachsuchen zu optimieren ist absolut empfehlenswert, denn die Öffnungszeiten eines lokalen Einzelhandels fragen die User bereits heute bequem und einfach per Sprachsuche von zuhause aus oder aus dem Auto ab. Dies zu pflegen ist kein Hexenwerk und sollte bereits jetzt unbedingt gemacht werden.

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Zusammenfassung

Voice-First sollte für einige Wirtschaftssektoren wie z.B. Restaurants oder Lieferdienste schon zum täglich Brot gehören. Für andere Einrichtungen wie z.B. B2B Lieferanten ist der Voice First Markt noch weit entfernt und das ist auch gut so. Hier müssen sich erst Wege und Anwendungen finden, die sinnvoll sind. Beginnen Sie aber bereits unbedingt Ihren Inhalt optimal aufzubereiten, damit Sprachassistenten wie Alexa, Siri, Cortana und co. diese möglichst leicht einlesen können.

Geschrieben von
Florian Werner