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Keine Frage, der Prozess der Neukundengewinnung gehört zu den teuersten Prozessen in einem Unternehmen, deshalb ist es umso wichtiger, dass man mit seinen Werbebotschaften keine Streuverluste einfährt, also Menschen erreicht, die man eigentlich gar nicht erreichen möchte. Die Taktik, möglichst viele Werbemittel zu veröffentlichen, um damit eine möglichst große Masse an Kunden zu erreichen, mag zwar sicherlich eine Werbemöglichkeit sein, aber ist von Effizienz und Wirtschaftlichkeit weit entfernt. In diesem Blogbeitrag verraten wir Ihnen, wie wir als Werbeagentur hierbei vorgehen.

Wer ist Ihr Target?

Target bedeutet aus dem Englischen übersetzt "Ziel". Das Targeting kann man also frei als "Zielgruppenansprache" übersetzen. Zu Beginn einer Marketingbotschaft sollte man sich immer fragen, wer ist denn genau meine Zielgruppe? Je genauer Sie diese festlegen können, umso besser. Ein Beispiel für eine Zielgruppendefinition wäre z.B.

  • 30 bis 60 Jahre alt
  • Männlich/Weiblich
  • Verheiratet
  • Berufstätig
  • Abitur
  • Gut verdienend
  • Preissensibel

Eine gute Zielgruppendefinition sollte immer folgende Punkte umfassen:

  • Demografische Merkmale
  • Psychografische Merkmale
  • Sozioökonomische Merkmale
  • Ökonomische Merkmale
  • Kaufverhalten
  • Psychografische Merkmale

Dies ist schonmal ein sehr guter Anfang für ein gutes Targeting. Da wir diese Daten aber nicht im “Gespür” haben empfehlen wir unbedingt die Schaffung von Personas. Eine Persona ist ein Beispiel eines Kunden aus Ihrer Zielgruppe. Die Persona für diese Zielgruppe könnte z.B. so aussehen.

  • Max Mustermann
  • 32 Jahre alt
  • Verheiratet mit seiner Frau Eva ( 31 Jahre)
  • Zwei Kinder, Ben (5 Jahre) und Lisa (2 Jahre)
  • Arbeitet als Projektleiter bei einer metallverarbeitenden Firma
  • Spielt gerne Tennis
  • Hat Abitur, aber kein Studium
  • Verdient sehr gut, da seine Frau derzeit aber nicht berufstätig ist, sondern sich um die Kinder kümmert, ist er sehr preissensibel und macht keine unnötigen Ausgaben

Wir haben nun eine imaginäre Person geschaffen, bei der es Ihnen sicherlich sehr viel leichter fallen wird, sich in den Kopf dieser Person zu versetzen.

Eine Werbebotschaft, die perfekt an Ihre Zielgruppe angepasst ist kann sehr viel Geld sparen.

Geografisches Targeting

Beim geografischen Targeting überlegt man sich, an welchen Orten die Zielgruppe unterwegs ist und platziert genau dort seine Werbung. Möchten wir unsere Persona Max erreichen, müssen wir uns überlegen, an welchen Orten sich dieser in regelmäßigen Abständen befindet. Auch kann dies sein genereller Wohnort sein, weil Sie als Unternehmen z.B. lokal verkaufen. Dieses Targeting lässt sich besonders schön im Bereich Online Marketing anwenden und mit anderen Faktoren kombinieren, da sehr viele Werbedienste den Aufenthaltsort der Nutzer kennen. Achten Sie doch mal darauf, wenn Sie das nächste mal Facebook oder Instagram offen haben, wie häufig auf Ihren Standort zugegriffen wird. Am iPhone erkennt man dies am kleinen Pfeil, der rechts oben erscheint.

Demografisches Targeting

Zum Demografischen Targeting gehört z.B. das Alter, das Geschlecht, der Familienstand aber auch der Wohnort. Überlegen Sie sich in welche Kategorie Ihre Persona fällt und was diese Zielgruppe einzigartig macht. Wo bewegt sie sich besonders gerne und gibt es evtl. andere Unternehmen, mit denen Sie sich diese Zielgruppe teilen. Ein klassisches Beispiel sind die Flyer und Gutscheinbeilagen, die viele Onlineshops machen, da sie sich Ihre Zielgruppe mit einem anderen Partnern teilen. Besonders leicht lässt sich auch diese Targetierung wieder im Bereich Online Marketing umsetzen, auch diese Daten sind bei den meisten Werbeportalen vorhanden.

Contextuales Targeting

Wenn die geografische und demografische Targetierung scheitert, dann kommt man meistens über die Contextual Methode schnell zum Ziel. Hierbei überlegt man sich in welchem contextuellen Umfeld sich die Zielgruppe bewegt. Dies könnte z.B. eine Sportart sein, die von der Persona sehr gerne ausgeübt wird. Wenn davon auszugehen ist, dass Ihre gesamte Zielgruppe sich gerne in diesem Umfeld bewegt, kann die Ausbringung von Werbeanzeigen in diesem Umfeld ein hervorragender Weg sein, um Streuverluste zu verhindern.

Re-Targeting

Beim Re-Targeting ist gemeint, dass man aus einem eigentlich schon verlorenen Kunden einen Käufer macht. Dies funktioniert vor allem im Bereich Online Marketing sehr gut, da man mittels Cookies den Besucher erkennen kann. So kann man ihm im weiteren Verlauf seines Surfens immer wieder Werbung zum eigenen Unternehmen zeigen. Dies sieht man besonders gerne bei Onlineshops, bei denen man im Nachgang immer wieder Anzeigen in den Social Media Kanälen sieht.

Targets, über Targets

Im Bereich Online Marketing gibt es noch zahlreiche Targetierungs Möglichkeiten mehr. Aufgrund des technischen Fortschritts ist das semantische Targeting, bei dem z.B. die ganze Website nach Inhalt analysiert wird und man sich dann über Displaynetzwerke dort einkaufen kann, eine geniale Möglichkeit neue Kunden zu gewinnen. Dank fortschreitenden Anstrengungen im Bereich künstlicher Intelligenz sind sogar Predictive Behavioral Targeting Maßnahmen möglich, bei dem Algorithmen das Verhalten des Kunden erahnen können und ihm so die richtige Werbung zur richtigen Zeit im richtigen Kanal veröffentlichen.

Zusammenfassung

Targeting Möglichkeiten gibt es viele, aber schlussendlich ist das wichtigste Gebot eine konkrete Zielgruppendefinition und die Erschaffung von mehreren Personas, die in diese Zielgruppe perfekt passen. Denken Sie bitte auch immer daran, dass Ihr Unternehmen immer zwei Zielgruppen hat, einmal Ihre Kunden und einmal Ihre Bewerber. Entwickeln Sie bitte für beide Zielgruppen Strategien und vergessen Sie dabei niemals auch Ihre Mitarbeiter von morgen.
Wenn Sie nach Ideen für eine passgenaue Zielgruppenansprache suchen, kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne dazu.