Ein Flieger steht symbolisch für eine Landingpage

Was ist eigentlich eine Landingpage und wer landet da?

・verfasst von Florian Werner


Auf den Begriff Landingpage (manchmal auch Landing-Page geschrieben) werden Sie immer wieder stoßen, wenn Sie sich mit Marketing bzw. im Speziellen mit Online-Marketing beschäftigen. Kurz gesagt beschreibt der Name eine Landingpage schon sehr gut, um was es dabei geht, nämlich um eine Seite auf der man “landet”. Im Web liest man häufig, dass dies eine Seite sei, die man über eine geschaltete Anzeige erreicht. Das ist zwar korrekt, aber man kann über viele verschiedene Arten auf solch einer Landingpage landen. Diese können zum Beispiel sein: 

  • Klassisch eine Google Ads Werbeanzeige
  • Eine Werbung bei YouTube
  • Display Werbung auf einer anderen Website
  • QR Code in einem Magazin
  • Ein Link in einer E-Mail bzw. in der E-Mail Signatur
  • Gedruckter Link in einem Magazin
  • Ein Link in einer Präsentation
  • Und vieles mehr

Die Besonderheit einer Landingpage liegt dabei auf einem einzigen Ziel. Man weiß ganz genau, wer diese Website besucht bzw. über welchen Weg er zu dieser Seite kam. Im Gegensatz zu einer normalen Unterseite auf der Website, auf die der Nutzer über die Suchmaschine über diverse Suchbegriffe oder Verlinkungen kommen kann, weiß man bei einer Landingpage genau, warum der Nutzer da ist. Und noch viel besser, man hat ein genaues Ziel vor Auge, das der Besucher erreichen soll. Man könnte sagen, eine Landingpage ist wie eine Unterseite, die aber viel reduzierter und damit auch fokussierter den Kunden empfängt.

Übrigens: eine Landingpage ist normalerweise nicht über das Menü der Website zu erreichen. Sie ist nur über den direkten Aufruf des Links zu finden. Meist lässt man aber die Sichtbarkeit der Landingpage für Suchmaschinen aktiv. Schließlich soll ein Nutzer, der versehentlich die Seite verlassen hat, diese über eine Suchmaschine wieder finden können.

Was verkauft man auf einer Landingpage?

Es gibt keine Definition, was man auf einer Landingpage machen darf und was nicht. Diese Seiten eigenen sich nicht nur zum Verkauf von Produkten. Auch Dienstleistungen können darüber angeboten werden. Oft werden Landingpages auch genutzt, um den Nutzer in seine Newsletter-Liste zu bekommen. Auch die Vereinbarung eines Termins, der Besuch eines Ortes oder eine Anfrage für eine Zusammenarbeit können das Ziel einer Landingpage sein. 

Egal welches Ziel Sie mit Ihrer Seite erreichen wollen, wichtig ist nur, dass es ein Ziel pro Landingpage bleibt. Mehrere Ziele pro Seite würden den Nutzer verwirren und zu erhöhten Abbruchraten führen. 

Ist eine Landingpage nicht das gleiche wie die Startseite?

Nein! Eigentlich könnte man hiermit schon die Frage kurz und knackig beantworten, aber ich möchte Ihnen gerne auch sagen, warum. 

Eine Startseite ist so gestaltet, dass Sie verschiedensten Nutzern einen schnellen Überblick über Ihr Unternehmen geben. Diese Nutzer können Kunden sein, es können aber auch zukünftige Bewerber sein oder vielleicht sogar Ihre eigenen Mitarbeiter. Dabei findet man dort verschiedenste Inhalte. Sie zeigen die USPs Ihres Unternehmens und stellen dar, was Ihre Firma besonders macht. Die Startseite lädt zum Surfen ein und enthält dutzende Links, die durch die Website führen und zum Surfen und Erkunden einladen. Natürlich gibt es auch Kontaktmöglichkeiten zu Ihnen, aber es gibt auch offene Stellen für Bewerber. Die Zielgruppe ist divers und das merkt man einer Startseite im Regelfall sofort an. Das ist nichts Schlechtes, sondern die Startseite hat einfach ein anderes Ziel, einen anderen Fokus.

Eine Landingpage hingegen besitzt nur einen Teil dieser Elemente. Sie soll nicht zum Surfen und zum Erkunden einladen, ganz im Gegenteil. Eine Landingpage soll einen Abschluss erzeugen. Sie soll den Kunden gar nicht erst zum Nachdenken anregen, denn so würde er den Fokus verlieren und womöglich nicht das Ziel der Landingpage erfüllen. Meistens hat eine Landingpage auch nur wenig weiterführende Links. Oft sind dies lediglich die Links zu Impressum und Datenschutz, über die der Nutzer theoretisch auf die Hauptseite kommen könnte. Die Navigation der normalen Website ist auf einer Landingpage nicht vorhanden. Auch externe Links gibt es nicht, schließlich würden auch diese vom Ziel ablenken. Manchmal sieht man Landingpages mit einer Navigation, dies ist jedoch meistens eine sogenannte Anker-Navigation. Hierbei führen die Links nur zu Bereichen weiter unten auf der Landingpage. Die Seite scrollt beim Klick nach unten. Das ist gerade für lange Seiten sinnvoll, bei denen der Kunde schnell überzeugt ist und direkt zur Anfrage springen möchte.

Übrigens kann eine gute Startseite viel von einer Landingpage “lernen”. Über zahlreiche Buttons kann der Kunde auf einer Landingpage immer eine Anfrage stellen oder kaufen. Eine gute Startseite gibt einem Nutzer ebenfalls diese Möglichkeit.

Dartscheibe, symbolisiert ein Ziel der Landingpage
Eine Landingpage hat nur ein einziges Ziel und fokusiert sich darauf zu 100%

Warum braucht man eine Landingpage?

Eine Landingpage ist stark über Zahlen und Daten getrieben. Der einzige Zweck einer Landingpage ist, dass sie verkaufen soll bzw. das Hauptziel erreichen soll. Dieser Fokus macht diese Art von Seite sehr wichtig im Onlinemarketing. Eine gute Landingpage konvertiert einen Nutzer immer besser als jede andere Unterseite Ihrer Website. Es werden mehr Anfragen pro Besuch geöffnet, das heißt, die sogenannte Conversion Rate steigt.

Dabei sorgt die Landingpage kurz gesagt einfach dafür, dass Ihre Website mehr Verkäufe generiert. Übrigens: was die Landingpage nicht muss, ist “schön aussehen”. Sie wird über Daten immer weiter verbessert. Dabei arbeitet man gerne mit sogenannter A/B-Tests, bei denen verschiedene Versionen gegeneinander “antreten”. Wenn dabei beispielsweise ein grüner Button unter dem Anfrageformular besser performt als ein blauer Button, dann wird dieser Button auf grün geändert. Auch wenn dies in Ihrem Corporate Design eigentlich nicht eingeplant ist. Natürlich gibt es Grenzen, diese werden jedoch bei einer Landingpage stark Richtung “Ziel” verschoben.

Welche Elemente sollte eine Landingpage haben?

Es gibt gewisse Elemente, die auf jeder Landingpage vorkommen sollten. 

Erklärung Ihrer Leistung, USPs oder Produkts

Der Punkt sollte klar sein. Landet ein Besucher auf Ihrer Website, sollten Sie ihm zuerst erklären, um was es hier geht. Dabei kommt es ganz auf Ihr Ziel an, was Sie hier erreichen möchten.

Geht es um ein Produkt, dann erklären Sie Ihr Produkt. Beschränken Sie sich dabei auf das Wesentliche und holen Sie nicht zu weit aus. Die Geschichte Ihres Produkts ist auf Ihrer Website interessant, aber würde für einen Verlust des Fokus auf der Landingpage sorgen.

Möchten Sie eine Anfrage generieren, erklären Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal bzw. Ihren USP. Auch hier ist weniger mehr. Die Form muss dabei nicht unbedingt ein Text sein, auch ein Video ist möglich. Dies sollte aber immer gegeneinander getestet werden.

Social Proof bzw. Trust-Elemente

Dieser Punkt findet sich fast auf jeder Landingpage wieder, denn er ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Social Proof heißt, dass Sie Referenzen oder Kundenstimmen auf Ihrer Landingpage einbauen. Diese Umkehr führt immer zum Erfolg, da es wesentlich authentischer ist, wenn Ihre Kunden sagen, dass Sie einen hervorragenden Job machen, als wenn Sie dies über sich selber sagen. Auch hier sollten verschiedene Formen gegeneinander getestet werden. Möglich sind Texte, Slider, Bilder oder Logos. 

Touchpoints

Wenn Sie eine Dienstleistung verkaufen möchten, sollten Sie Ihrem Nutzer möglichst viele verschiedene Touchpoints anbieten. Der eine Nutzer möchte lieber per E-Mail Kontakt aufnehmen, der andere möchte einen Rückruf, wieder andere möchten anrufen. Egal mit welchem Nutzer Sie es zu tun haben, machen Sie ihm das Erreichen des Ziels möglichst einfach und erfüllen Sie seine Kontakt-Präferenzen. 

Call-to-Actions

Call-to-Action Objekte (oft CTAs abgekürzt) dürfen auf keiner Landingpage fehlen. Sie fordern den Nutzer zur gewünschten Handlung auf. Meistens haben sie die Form eines Buttons und lauten “Jetzt downloaden”, “Jetzt anfragen” oder “Jetzt kaufen”. Auch hier gilt es wieder verschiedene Formulierungen gegeneinander zu testen. Warum diese CTAs so wichtig sind? Ganz einfach, beobachten Sie sich selber. Worauf würden Sie eher klicken?

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Aussagekräftige Bilder

Die Betonung liegt hier auf “aussagekräftig”. Bilder sagen mehr als tausend Worte und das trifft auch auf einer Landingpage zu. Arbeiten Sie lieber mit großen Bildern, die Emotionen erzeugen, als mit vielen kleinen Bildern. Illustrieren Sie über das Bild möglichst Ihr Produkt oder Ihr Angebot. Vorteile oder Alleinstellungsmerkmale sollten im Fokus stehen. Ziel des Bildes ist es, den Nutzer vom Produkt zu überzeugen und ein Gefühl des “Haben wollens” zu wecken.

Wie erstellt man eine Landingpage?

Dank der rasanten Entwicklung der letzten Jahre können Sie eine Landingpage mittlerweile mit fast jedem CMS System erstellen, das es auf dem Markt gibt. Hierbei können Sie die Landingpage direkt über die Verwaltungsoberfläche Ihrer Website erstellen. Natürlich übernimmt dies auch Ihre Agentur für Sie. Je nachdem, wie Ihre Website gepflegt wird. 

In Verbindung mit Ihrer Website sollten Sie unbedingt auch mit Analyse Tools wie z.B. Google Analytics oder Matomo arbeiten. Nur mit diesen ist es möglich, eine effektive Landingpage zu gestalten und dabei verschiedene Version gegeneinander zu vergleichen.

Neben der Möglichkeit, diese über Ihr CMS zu erstellen, gibt es aber auch andere Software, die ganz speziell für diesen Zweck optimiert ist. Diese sind beispielsweise Tools wie Hubspot oder Mautic. Das besondere ist bei dieser Software, dass verschiedene Werkzeuge des Online-Marketings ineinander greifen und an diese Tools z.B. Newsletter oder E-Mail-Ketten angeschlossen sind.

Verschiedene Landingpage Designs
Testen Sie unterschiedliche Layouts und prüfen Sie immer wieder, ob Sie Ihre Seite verbessern können

Fazit zu Landingpages

Ihre Website soll verkaufen? Dann sind Landingpages ein probates Mittel, um mehr Umsatz über Ihre Webpräsenz zu erreichen. Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wenn Sie dieses Vorhaben mit uns umsetzen möchten.

Geschrieben von
Florian Werner